Eine Überlieferung des Hopi Volkes sagte für das Jahr 1982 ein Treffen aller Völker in
einem Haus aus Glas (Glimmer) voraus.
Um diese Prophezeiung zu erfüllen, trafen in dem vorhergesagten Jahr in New York City
Gesandte aller Völker der amerikanischen Ureinwohner im Hauptquartier der UN am
East River zusammen. Das Gebäude hat eine Glasfront. Zwei Tage lang versammelten
sich Vertreter von südamerikanischen, zentralamerikanischen, mexikanischen,
nordamerikanischen und kanadischen Indianervölkern. Sie hielten Zeremonien und
Ratsversammlungen ab, wobei wiederholt eine weitere Hopi Prophezeiung thematisiert
wurde.
John Pozzi, der sich zu jener Zeit gemeinsam mit Arthur Shaw häufig im Umfeld der UN aufhielt, erhielt eine Drehgenehmigung unter der Bedingung, das komplette Material abzugeben. Einen Tag lang filmte Johns Videocrew in der Halle der UN die Zeremonien.
Während der Konferenz waren die Indianer in einem Seemannsheim untergebracht. Am 2. Tag führten John und Joanie Watkins dort Interviews durch. Viele alte Männer und Frauen kamen zu Wort.
Ein Angehöriger des Hopi-Volkes erklärte John die Bedeutung der Felszeichnung, Darstellung der Tags zuvor behandelten Prophezeiung: Lange bevor die Europäer den amerikanischen Kontinent in Besitz nahmen, tauchte eine Warnung über den Weg der Menschheit auf.
Die Felszeichnung zeigt eine aus einfachen Strichen gezeichnete menschliche Figur, die mittels einer Leiter aus einem Loch in der Erde steigt.
In der Hand einen Pflanzstock, geht sie den Weg durchs Leben, pflanzend und erntend. Auf ihrem Lebensweg erreicht die menschliche Gestalt eine Weggabelung.
Der linke Weg endet abrupt in einem Zickzackmuster
Der rechte Weg führt gerade weiter. Und ein Stück weiter sieht man wieder das Strichmännchen mit dem Pflanzstock. Zur Zeit der Konferenz befand sich die Menschheit an der Weggabelung, sie schlug dann den linken Pfad ein, den Weg der Zerstörung.
Doch da man wieder das Strichmännchen mit dem Pflanzstock auf dem rechten Pfad, dem Weg des Lebens sieht, wird daraus geschlossen, dass die Menschheit rechtzeitig umkehrt.
(Die Vereinbarung für die Dreherlaubnis beinhaltete, dass die Indianer die Originalaufnahmen konfiszierten. Ein junger Stammesangehöriger schnitt eine 15minütige Präsentation daraus zusammen, die John 8 Monate später erhielt. Das Produkt enttäuschte ihn und er hat es bis heute nicht veröffentlicht.)
Zusammenfassung eines Interviews mit John Pozzi am 23. Oktober 2006.
Monika Hoy

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