Anfangs sträubte ich mich, mich mit der GRB zu befassen. Obwohl ich beruflich selbständig
war, interessierte mich Wirtschaftslehre nicht im Geringsten.
Umso mehr war ich beeindruckt vom Designer der GRB, den ich während seines
Europabesuches2003 kennenlernte. John Pozzis Großzügigkeit, Freiheitsliebe und seine
tiefe Liebe zu allem Lebendigen berührten mich. Er war überzeugt davon, dass ich eine
Schlüsselposition im Übergang in das neue System innehaben würde und lud mich nach Florida ein.
Als ich ihn eine Woche lang besuchte, erlebte ich in Johns Garten tropische Fülle. Mangos, Papayas, Ananas und eine Kokospalme, die jährlich über dreihundert Früchte produziert, Tomaten, Gemüse und viele Blumen gedeihen dort. Inmitten einer lauten und hässlichen amerikanischen Stadt haben John und seine Lebensgefährtin Joanne ein kleines Paradies geschaffen. Sie investieren in die natürliche Fülle und genießen die Früchte. Jeden Morgen war zwei Stunden lang die Sprinkleranlage in Betrieb, um die Oase zu wässern. Für mich, die ich mit „Wasser sparen“ groß geworden war, eine Offenbarung.
„Nothing goes to waste in nature“ lernte ich von dem alten Mann. Und dass uns die Natur soviel zurückgibt, wenn wir ihr nur ein bisschen geben. Oft hörte ich ihn sagen: „I am the bank“, womit er sich auf die GRB bezog. In Johns Gegenwart bekam ich eine Ahnung davon, wie Leben sein kann, wenn man einen Cashflow hat, in Sicherheit und Freiheit lebt und freie Telekommunikation genießt. Wir gingen jeden Tag am Strand essen, und seine Trinkgelder waren mehr als großzügig. John sitzt gerne vor einer der vielen Strandbars und erfreut sich mit breitem Lächeln an den Vorbeigehenden. „They are all shareholders. I love them all“.
Der Wissenschaftler genießt es, seinen Wohlstand zu teilen. Und er ist überzeugt davon, dass alle Menschen so oder ähnlich leben können, wenn wir die Spielregeln ändern und im Einklang mit der Natur wirtschaften.
John Pozzi lebt bescheiden in einem niedrigen selbstgebauten Holzbau am hinteren Ende des Gartens. Dort hat er sich ein „Wohnküchenschlafbüro“ eingerichtet. Nebenan gibt seine Partnerin Tanzunterricht. John besitzt nur das, was er jeden Tag braucht sowie ein paar Kunstwerke. Wenn er etwas anderes benötigt, geht er los und kauft es. Er ist ein Meister im Loslassen. An Geschenken erfreut er sich eine Weile und gibt sie dann weiter.
Für die wilde Katze, die jeden Tag zu Besuch kommt, steht vor seiner Tür stets ein Schälchen mit Trockenfutter. Auch ein Opossum, Hörnchen und Waschbären bedienen sich davon, sowie die Tauben und verschiedene heimische Vögel. John hat seine Freude daran.
Erst ein Jahr nach meiner ersten Begegnung mit John Pozzi verstand ich dass die Global Reserve Bank unser Planet Erde ist - und war begeistert von der Eleganz des Modells.
Eine Übersetzung ins Deutsche musste her! Martin Dittes, ein studierter Volkswirt aus meiner Nachbarschaft, und ich übersetzten die GRB-Charta innerhalb weniger Nachmittage. Durch die Übersetzung konnte ich das Konzept besser und besser begreifen. Das war Mitte 2004.
Ich berichtete fast allen Leuten, die ich traf, von der GRB und fand mich imstande, anderen das System mit meinen eigenen Worten zu erläutern. Die meisten Leute reagierten positiv, zeigten Interesse, und viele von ihnen registrierten sich im grb.net-Pilotprojekt. In meinem kleinen Kunsthandwerklädchen bot ich für zwei ecocredits eine Tasse Cappuccino an.
Mein eigenes Denken bewegte sich mehr und mehr im neuen System. Ich stellte mir Fragen und beantwortete sie kreativ. Bis ich kapierte, dass alle Antworten in der Charta zu finden sind, dauerte es fast zwei Jahre.
Die Etablierung der Global Reserve Bank ermöglicht den ersehnten Weltfrieden und führt dazu, dass Armut und Hungersnöte beendet werden. Je eher desto besser.
Während ich ein Jahr überwiegend im Süden Kretas verbrachte, phantasierte ich auch über mein eigenes Leben im neuen System. Und fragte mich, wie viele Menschen das Ökosystem Strand vertragen könnte. Wie es sich mit dem Tourismus im neuen System entwickeln könnte. Und mit der Fischerei. Wie ich mich selber in ein Ökosystem integrieren könnte. Ich begann, von einer ecocommunity in meinem kretischen Dorf zu träumen. So einen kleinen kretischen Garten auf einer Bergterrasse mit Tomatenstauden, Paprika, Auberginen, Salaten, Kräutern und Zitrusbäumen kann ich mir vorstellen zu bewirtschaften. Jeden Tag Musik und Tanz, Schönheit schaffen, Nachbarn, die einander wohl gesonnen sind, und gemeinsam das Ökosystem pflegen, in dem wir leben. Und immer wissen, dass morgen wieder ecocredits auf unsere Konten überwiesen werden.
Inzwischen erscheint es mir offensichtlich, dass die GRB das neue Weltwirtschaftssystem sein wird. Dass ein neues System dran ist, ist klar. Man kann aber ein neues Weltfinanzsystem nicht einfach aus dem Ärmelschütteln. Die GRB Charta ist die konzentrierte wissenschaftliche Arbeit von 60 Jahren!
Ich beobachte Trends und erkenne, dass die Entwicklung in Deutschland richtungweisend ist. Immer mehr Geld wird für Umweltschutz benötigt, Arbeitslosigkeit und Arbeitsunlust steigen. Menschen brauchen trotzdem ein Einkommen, sonst rutschen wir in die Verelendung. Die Telekommunikationstechnik ist endlich soweit. UMTS Mobiltelefone brauchen nur noch biometrisch verschlüsselt zu werden, dann haben wir den telecommunicator.
Ich kann mir gut vorstellen und wünsche mir, dass der Impuls zum Übergang in das neue System aus Deutschland kommt. Und die Amerikaner können sich darüber freuen, dass der Designer einer von ihnen ist.
Zurzeit wohnen wir in Minden. Ich erzähle allen Menschen, mit denen ich zusammentreffe, von der GRB, beim Einkaufen, auf Ämtern und Festen. Alle machen sich Sorgen um die Zukunft und sind bereit für neue Spielregeln. So langsam kommt der Stein ins Rollen.
Um die Global Reserve Bank-Information schneller zu verbreiten, kreiere ich gemeinsam mit meiner Tochter Madita und dem Grafiker Chris diese Website. Die Erde ist unser Paradies!
Monika Hoy, Jahrgang 1957

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